Kein Umgangsrecht der Großeltern per se

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Der BGH hat klargestellt, dass das Familiengericht den Umgangsrechtsantrag von Großeltern schlicht zurückweisen darf.

Quelle: Kein Umgang bei Loyalitätskonflikt mit den Eltern – iww.de

WKR-Erklärung: Großeltern haben das Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn es dem Wohle des Kindes dient (§ 1685 Abs. 1 BGB). Das ist aber nicht der Fall, wenn Eltern den Umgang ablehnen, weil sie mit den Großeltern zerstritten sind und das Kind dadurch in einen Loyalitätskonflikt gerät. (OLG Saarbrücken NZFam 17, 671; OLG Brandenburg FamRZ 16, 1092)

Selbst wenn eine tragfähige Bindung zwischen Kind und Großeltern vorläge, ist daraus nicht grundsätzlich auf eine Kindeswohldienlichkeit zu schließen, denn das würde vorausetzen, dass die positive Bindung stabil bliebe. Das ist allerdings bei anhaltenden Streitigkeiten zwischen Eltern und Großeltern nicht zu vermuten. Unerheblich ist dabei, von welcher Seite der Streit ausgeht. Die Verfassung weist Eltern klar den Erziehungsvorrang zu.

In diesem Kontext, kann ein Umgangsrechtsantrag von Großeltern schlicht zurückgewiesen werden, weil es anders als bei Eltern nicht um die Ausgestaltung eines bestehenden Umgangsrechtes gehe. (OLG Celle NJW-RR 11, 1512, 1513; MüKo/Hennemann, a.a.O., § 1685 Rn. 15)

 

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