Kündigung wegen Airbnb-Vermietung erst nach Abmahnung

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Bietet ein Mieter seine Wohnung unberechtigt über Airbnb oder vergleichbare Portale zur Vermietung an Touristen an, ist eine Kündigung wegen unbefugter Gebrauchsüberlassung grundsätzlich nur nach einer erfolglosen Abmahnung wirksam.

Quelle: Kündigung wegen Airbnb-Vermietung erst nach Abmahnung | Recht | Haufe

WKR-Erklärung: Überlässt ein Mieter unbefugt einem Dritten die Mietsache, ist das ein Grund zur Kündigung. Die wird jedoch erst zulässig, wenn im Vorfeld erfolglos eine angemessene Frist zum Abstellen der mietvertraglichen Pflichtverletzung eingeräumt oder ohne Ergebnis abgemahnt wurde.

Ein Mieter hatte seine Wohnung über die Internetplattform Airbnb an Urlauber weitervermietet. Die Vermieterin kündigte daraufhin fristlos und forderte die Räumung.

Unzulässig, urteilte das Landgericht Amberg. Ein besonderer Grund zur sofortigen Kündigung bestünde nicht. Die Pflichtverletzung des Mieters ergebe für die Vermieterin nicht, dass die Fortsetzung des Mietverhältnisses unzumutbar sei. Die ungenehmigte Drittüberlassung des Wohnraumes über Airbnb bekäme erst durch das Ignorieren einer vorherigen Abmahnung das erforderliche Gewicht. (LG Amberg, Urteil v. 9.8.2017, 24 S 299/17)

Auch das Landgericht Berlin besteht auf der Abmahnung vor Kündigung auf Grund einer Drittvermietung über Airbnb. Die Überlassung gemieteter Wohnungen an Touristen sei in Metropolen häufig. Oftmals fehle den Mietern das Bewusstsein, mietvertragswidrig zu handeln. Von daher komme derzeit eine Kündigung erst nach erfolgloser Abmahnung in Betracht, urteilten die Richter. (Beschluss v. 27.7.2016, 67 S 154/16)

 

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