Wie wird nach einer Scheidung der Umgang mit den Kindern geregelt?

Nach einer Scheidung ist es heute in der Regel so, dass die Eltern gemeinsam die elterliche Sorge über minderjährige Kinder ausüben. Das heißt auch, dass sie gleichermaßen an wichtigen Entscheidungen über die Kinder mitwirken können. Hier kann man zum Beispiel an schulische Angelegenheiten oder die medizinische Versorgung eines Kindes denken. Es ist eigentlich klar, dass beide Elternteile hier mitwirken wollen. Schließlich handelt es sich um das gemeinsame Kind, an dessen Wohlergehen die Eltern interessiert sind.

Dennoch ist es so, dass die Kinder meistens bei nur einem Elternteil leben. Das ist besser, weil dann ein Schulwechsel zum Beispiel nicht unbedingt notwendig ist. Die Kinder können in der Regel auch den bisherigen Freundeskreis behalten. Auch wenn die Kinder bei einem Elternteil leben, hat der andere Elternteil das Recht, sie zu sehen. Man spricht in dem Fall von dem Umgangsrecht, das dieser Elternteil ausüben kann. Wenn man sich hier vorher abspricht, ist eine anwaltliche Hilfe eigentlich nicht notwendig. Man kann zum Beispiel vereinbaren, an welchen Wochenenden und in welchen Ferien der Elternteil, bei dem die Kinder nicht leben, ein Umgangsrecht hat. Wenn es zu Schwierigkeiten kommt, sollten Sie aber die Hilfe eines Fachanwalts für Familienrecht in Anspruch nehmen.

 

 

Welche Schwierigkeiten kann es geben, wenn man das Umgangsrecht ausüben will?

Leider werden in der Praxis die eigenen Kinder dazu benutzt werden, um Streit unter den ehemaligen Ehegatten nach einer Trennung oder Scheidung auszuleben. Ein Elternteil kann zum Beispiel versuchen, dem anderen Elternteil die Kinder in der einen oder anderen Weise zu entziehen. Das ist besonders dann tragisch, wenn man seine Kinder liebt und diese unbedingt sehen will.

Wenn der andere Elternteil sich nicht an die Umgangsvereinbarungen hält, können Sie sich zunächst an das zuständige Jugendamt wenden. Dieses kann dann vermittelnd tätig sein. Das heißt, dass zum Beispiel gemeinsame Gespräche mit einem Sachbearbeiter stattfinden können. Eventuell wird das Kind je nach Alter auch von Psychologen befragt. Wenn Sie Glück haben, kann man eine Lösung finden, in welcher Weise der Umgang in der Zukunft stattfinden soll. Man kann vor dem Jugendamt auch eine Vereinbarung hinsichtlich des weiteren Umgangs treffen. Wenn sich dann beide Elternteile daran halten, wird es in der Zukunft keine Schwierigkeiten mit dem Umgangsrecht geben.

Oft ist es aber so, dass es keine Einigung zwischen den Elternteilen zu geben scheint. Dann muss das Umgangsrecht gerichtlich geregelt werden. In dem Fall ist es gut, wenn Sie sich an einen Anwalt wenden können, der auf Familienrecht spezialisiert ist. Dieser kann Ihnen dann bei einer Gerichtsverhandlung helfen.

 

 

 

Das Umgangsrecht gerichtlich regeln lassen

Falls es immer wieder Schwierigkeiten bei der Ausübung des Umgangsrechts gibt, sollte eventuell eine gerichtliche Regelung getroffen werden. Das heißt, dass der Familienrichter über den Umgang mit einem Kind entscheidet. So kann zum Beispiel ein Umgang am Wochenende oder in den Ferien geregelt werden. Bei dem sogenannten Wechselmodell verbringen die Kinder eine bestimmte Zeit bei einem Elternteil und die übrige Zeit bei dem anderen Elternteil. Es sollte aber immer das Wohl des Kindes im Mittelpunkt stehen. Deshalb wird auch das Gericht die Mitarbeiter des Jugendamts fragen, bevor eine gerichtliche Entscheidung getroffen wird. Wenn die Kinder ein bestimmtes Alter erreicht haben, kann eine psychologische Befragung sinnvoll sein. Es ist sicher auch maßgebend, ob ein Vater den Kindesunterhalt pünktlich und regelmäßig bezahlt. Dies beweist nämlich, dass er ein Interesse an seinen Kindern hat. Diese Sachen können natürlich durch das Gericht festgestellt werden. Ein Anwalt, der sich mit dem Familienrecht gut auskennt, kann Sie dann entsprechend vor Gericht vertreten. Es soll schließlich so sein, dass Sie Ihre Rechte an dem Kind oder den Kindern in der richtigen Weise ausüben können.

 

Kostenlose Ersteinschätzung

Was macht der Rechtsanwalt für mich, wenn es um das Umgangsrecht geht?

Wenn Sie ein Umgangsrecht an den Kindern einklagen wollen, verfasst der Anwalt für Sie zunächst die Klageschrift. Es ist wichtig, dass Sie mitteilen, wie der Umgang mit dem Kind bisher verlief. Sie sollten auch überlegen, wann Sie den Umgang mit dem Kind am besten ausüben können. Diese Dinge kann der Anwalt in die Klageschrift aufnehmen. Es ist vielleicht auch ratsam, wenn der Kontakt mit dem Jugendamt aufgenommen wird. Dieses ist dann bereits informiert, wenn durch das Gericht bestimmte Informationen eingeholt werden. Der Fall ist dann nicht mehr ganz unbekannt und das Jugendamt gewinnt den Eindruck, dass Sie echtes Interesse an einem Umgang mit dem Kind haben. Das sollten Sie bedenken, wenn Sie eine Klage durch den Anwalt einreichen lassen. Diese Dinge wird ein guter Fachanwalt für Familienrecht aber vorher mit Ihnen besprechen. Ebenso wird er für Sie Verfahrenskostenhilfe für das Umgangsverfahren beantragen, wenn Sie nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügen. Es gibt also wichtige Dinge mit dem Anwalt zu besprechen, bevor dieser eine Klage bei dem Familiengericht einreicht. Es ist gut, wenn Sie sich vor dem ersten Gespräch Notizen machen, welche Dinge Sie besprechen wollen.

 

 

Wie läuft das Gerichtsverfahren vor dem Familiengericht ab?

Irgendwann wird es zu einer Verhandlung kommen, an der Sie mit Ihrem Anwalt teilnehmen müssen. Dort wird auch der andere Elternteil mit einem eventuellen Anwalt anwesend sein. Sie sollten dann die Sachen so vortragen, wie Sie das vorher mit dem Rechtsanwalt besprochen haben. Dann haben Sie gute Chancen, dass der zukünftige Umgang mit den Kindern so abläuft, wie Sie sich das vorgestellt haben. Vor der Verhandlung können Sie noch einmal alle Details besprechen. Der Anwalt kann Ihnen sicher schon gute Tipps geben, wie Sie sich in der Verhandlung verhalten sollten. Wenn Sie eine fachkundige anwaltliche Unterstützung haben, können Sie Ihr Recht in Familiensachen immer gut durchsetzen. Das haben Sie vielleicht auch schon gemerkt, wenn es um Ihre Scheidung oder Unterhalt ging. Im Idealfall können Sie den selben Anwalt beauftragen, der Sie schon in diesen Verfahren vertreten hat. Er kennt bereits Ihre Familiengeschichte und ist daher noch besser dazu in der Lage, Ihnen mit Rat und Tat zu helfen.

 

 

Wie setze ich mein Umgangsrecht durch?

Wenn ein vergleich getroffen oder ein Urteil gefällt wurde, können Sie theoretisch auch das Umgangsrecht mit der Hilfe eines Gerichtsvollziehers durchsetzen. Sie sollten aber immer bedenken, dass das Wohl eines Kindes im Mittelpunkt steht. Daher ist es immer am besten, wenn man in dem Bereich eine Einigung erzielt, mit der beide Teile gut leben können. Der Anwalt kann Ihnen dabei helfen, wie eine solche Vereinbarung aussehen könnte. Dann haben die Eltern und die Kinder am meisten davon und der Umgang ist in der Zukunft gut geregelt. Es ist wichtig, dass hier klare Verhältnisse geschaffen werden. Dann wissen Eltern und Kinder, wie die Zukunft ungefähr aussehen wird.

Ein Rechtsanwalt für Familienrecht hat auch in dem Bereich Umgangsrecht eine vielfältige Erfahrung. Es ist daher leichter, eine gute Lösung zu finden, wenn Sie sich an einen fachkundigen Anwalt wenden. So werden Sie in der Zukunft zufriedener sein und können den Umgang mit dem Kind nach Ihren Wünschen ausführen. In manchen Fällen hilft es auch schon, wenn Sie von einem Fachanwalt für Familienrecht ausführlich zum Thema Umgangsrecht beraten werden. Es gibt fast für alle Probleme im Bereich des Familienrechts eine zufriedenstellende Lösung. Das sollten Sie bedenken, wenn Sie einen Anwalt aufsuchen. Dieser kann Ihnen auf jeden Fall weiterhelfen.

Vereinbaren Sie daher einen Termin und sehen Sie der Zukunft gelassen entgegen. Die Zukunft lässt sich auf diese Weise wesentlich einfacher gestalten.