Rechte und Pflichten bei der Betriebsweihnachtsfeier

Rechte und Pflichten bei der Betriebsweihnachtsfeier

Die Ausrichtung einer Betriebsweihnachtsfeier und die Teilnahme, sind  freiwillig.

WKR-Erklärung

Arbeitgeber sind nicht dazu verpflichtet, eine Weihnachtsfeier auszurichten – auch dann nicht, wenn dies in den Jahren zuvor erfolgt ist. In dieser Hinsicht kann keine betriebliche Übung entstehen. 

Hat ein Arbeitnehmer kein Interesse an einer  Betriebsweihnachtsfeier teilzunehmen, kann er hierzu nicht verpflichtet werden – der Besuch der Weihnachtsfeier ist grundsätzlich freiwillig. Allerdings kann der nicht teilnehmende Arbeitnehmer auch keine Geschenke einfordern, sofern diese auf der Weihnachtsfeier ausgegeben werden (ArbG Köln, 9.10.2013 – Az: 3 Ca 1819/13). Das gilt auch dann, wenn der Betroffene arbeitsunfähig erkrankt ist. 

Wenn die Weihnachtsfeier während der regulären Arbeitszeit stattfindet, müssen Arbeitnehmer, die nicht teilnehmen möchten, stattdessen arbeiten. Nur wenn der Arbeitgeber es ausdrücklich gestattet, dürfen sie stattdessen nach Hause gehen. 

Der willkürliche Ausschluss eines Arbeitnehmers von einer Weihnachtsfeier ist durch den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz ausgeschlossen. Wenn alle Arbeitnehmer eingeladen sind, hat also jeder Arbeitnehmer ein Teilnahmerecht. Ausnahme: Es liegt ein dringender betrieblicher Sachgrund vor. Freie Mitarbeiter und Leiharbeiter müssen nicht zur Weihnachtsfeier eingeladen werden.

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