Rechtsberatung

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In Deutschland bestimmt das Gesetz für Rechtsdienstleistungen, dass nur Angehörige bestimmter Berufsgruppen uneingeschränkt rechtliche Beratung gegen Bezahlung erbringen dürfen. Dies sind neben Rechtsanwälten auch Steuerberater, Patentanwälte und Rechtsbeistände. Verbraucher sollen sich bei kostenpflichtigen Ratschlägen darauf verlassen können, dass der Rechtsberater über die nötige Sachkunde verfügt und für mögliche Beratungsfehler haftet.

Aber auch eine kostenlose Erstberatung außerhalb des Familien- und Nachbarschaftskreises ist nach der Rechtsprechung seit einigen Jahren erlaubt. Dabei handelt es sich um eine erste Einschätzung der Rechtslage nur auf Basis der vom Mandanten mitgeteilten Fakten. Da der Rechtsanwalt sich dabei nicht in den Fall einarbeiten kann, trägt er auch noch kein Haftungsrisiko.

Auch die kostenlose Erstberatung dürfen aber nur diejenigen Personen erbringen, die aufgrund ihrer Qualifikation berechtigt sind, kostenpflichtige Rechtsdienstleistungen anzubieten.

Wann Sie eine Rechtsberatung brauchen

Auf zahlreichen Gebieten können Verbraucher von einem schnellen juristischen Rat profitieren. Ob ein Arbeits- oder Mietvertrag vor dem Abschluss kontrolliert oder ein Bußgeldbescheid überprüft werden soll, oft kann der Anwalt nach Durchsicht nur eines Dokuments schon eine fundierte Einschätzung abgeben.

Bei der alltäglichen Abwicklung von Kaufverträgen kommt es zwischen Käufern und Verkäufern immer wieder zu Streitigkeiten, auch im Urheberrecht, Verwaltungsrecht, Betreuungsrecht oder Mietrecht können Einzelfragen auftreten, die ein Laie sofort vom Fachmann abklären lassen sollte. Oftmals kommt es auf die Einhaltung einer Frist an, etwa weil rechtzeitig Widerspruch einzulegen ist.

Sofern sich der Sachverhalt übersichtlich gestaltet, bietet sich in solchen Eilfällen eine Beratung per Telefon oder E-Mail an. Bei komplexeren Sachverhalten kann der Rechtsanwalt erst nach einer vollständigen Schilderung und einer Einarbeitungszeit seinen Rat erteilen. Anschließend kann er eine Prognose über die Aussichten in einem Prozess treffen und den Mandanten auch darüber aufklären, mit welchen Kosten die Durchsetzung verbunden wäre

Was kostet eine Rechtsberatung?

Die Kosten anwaltlicher Tätigkeiten regelt das Vergütungsgesetz für Rechtsanwälte (RVG). Im Regelfall richten sich die Anwaltsgebühren auch bei Beratungen nach dem Gegenstandswert. Wenn es aber bei einem einzigen Beratungsgespräch bleibt und sich der Rechtsanwalt nicht tiefer in die Materie einarbeiten muss, sieht das Gesetz für diese Erstberatung eine Höchstgebühr von 190 Euro netto vor (§ 34 RVG).

Daneben gibt es Rechtsberatungen, die über die Erstberatung hinausgehen, weil der Rechtsanwalt sich erst einlesen und möglicherweise recherchieren muss oder weil er den Mandanten längerfristig beratend begleitet. Dafür darf der Rechtsanwalt Verbrauchern gegenüber nur 250 Euro (netto) berechnen, sofern keine abweichende Gebührenvereinbarung getroffen wurde. Für Unternehmer allerdings gilt dann die Gebührenberechnung nach dem Gegenstandswert.

Einkommensschwache Personen haben die Möglichkeit, Beratungshilfe zu beantragen, sodass die Anwaltskosten für die Beratung von der Staatskasse übernommen werden. Die Antragsformulare sind bei den Amtsgerichten erhältlich und auch in Anwaltskanzleien zumeist vorrätig. Fragen Sie Ihren Anwalt gleich zu Beginn des Beratungsgesprächs nach den Voraussetzungen.

Haftung für Beratungsfehler

Auch Rechtsanwälte sind trotz ihrer langen und intensiven Ausbildung nicht unfehlbar. Deshalb müssen sie vor der Aufnahme ihrer Tätigkeit eine Haftpflichtversicherung abschließen. Diese tritt für alle Vermögensschäden ein, die ihre Mandanten durch schlechte oder falsche Beratung oder fehlerhafte Vertretung erleiden.

In Haftungsprozessen wird oft um fünf- oder sechsstellige Geldbeträge gestritten, denn schon ein kleines Versehen kann erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen. Durch die Versicherungspflicht mit hohen vorgeschriebenen Deckungssummen wird sichergestellt, dass falsch beratene Mandanten ihre Schäden ersetzt bekommen.

Bevor Sie ohne anwaltliche Hilfe Ansprüche verlieren oder versäumen, sich rechtzeitig gegen unberechtigte Forderungen zu wehren, sollten Sie sich an einen Fachanwalt für das einschlägige Rechtsgebiet wenden. Auch wenn für eine gründliche Beratung Kosten entstehen können, zahlt sich ein durchdachter Expertenrat im Ergebnis immer aus.

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